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- Fotos Praxisbesuch
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FOTOS VON EINEM PRAXISBESUCH
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- Diaserie
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DIASERIE “NIKO BEIM ZAHNARZT”
Ausgangspunkt
Kinder und der (erste) Besuch beim Zahnarzt — ein schwieriges Kommunikationsthema. Hier setzt die Diaserie der Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg e. V. an. Die LAJH produzierte auf Anregung der Mitarbeiterinnen des Kindergartenteams die Diaserie “Niko beim Zahnarzt”.
Inhalte
Sie stellt Kindern auf 32 Bildern den Besuch in einer Zahnarztpraxis wie auch die wesentlichen Instrumente vor. Die Diaserie ersetzt sicher keine eigenen praktischen Erfahrungen der Kinder, kann aber als positive Hinstimmung eingesetzt werden. Die Diaserie eignet sich auch gut für Patenzahnärzte, die im Kindergarten auf den spielerischen Besuch der Praxis vorbereiten wollen.
Ablauf
Zum dargestellten Ablauf: Niko betritt mit seiner Mutter eine Zahnarztpraxis, gibt seine Chipkarte am Empfang ab und liest mit der Mutter im Wartezimmer in einem Buch. Im Behandlungszimmer begrüßt ihn der Zahnarzt, zeigt ihm die wesentlichen Instrumente, untersucht die Zähne und findet ein kleines Loch. Es folgt die Behandlung mit Bohrer, Spritze und (alternativ) einer Versorgung mit Composites oder Amalgam. Die Behandlung wird erfolgreich abgeschlossen und Niko bedankt sich beim Zahnarzt.
Credits
Produziert wurde die Serie im Norddeutschen Institut in Hamburg-Billstedt. Die Bilder zeigen somit eine reale Umgebung einer Zahnarztpraxis. Auch Zahnarzt, Zahnarzthelferin, Mutter und Niko sind "real". Die Mutter ist im übrigen eine LAJH-Mitarbeiterin mit ihrem Sohn Niko.
Bezug
Die Diaserie kann bei dem Fotografen, Achim Duwentäster, bezogen werden.
Beispiele aus der DIASERIE “NIKO BEIM ZAHNARZT”
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Die Diaserie umfasst 32 Bilder. Sie zeigen den Besuch von Niko bei seinem Zahnarzt.
* Praxisschild von Dr. Peter Zähneweiß, groß * Niko und seine Mutter öffnen die Praxistür, total * Niko reicht der Praxismitarbeiterin seine Chipkarte, total * Niko und Mutter sitzen im Wartezimmer und lesen in einem Buch, halbtotal * Zahnarzt begrüßt Niko mit Handschlag, total * Zahnarzthelferin legt Niko im Zahnarztstuhl eine Serviette um, total * Wasser läuft in einen Plastikbecher, Niko schaut aus dem Hintergrund zu, nah * Zahnarzt zeigt Niko einige Instrumente, halbtotal * Sonde auf einem Finger und Spiegel, groß * Zahnarzt untersucht mit Spiegel und Sonde Nikos Mund, halbtotal * Zahnarzt untersucht mit Spiegel und Sonde Nikos Mund, nah * Sonde kratzt auf Kaufläche, groß * Im Spiegel sind Fissurenversiegelungen zu erkennen, groß * Zahnarzthelferin hält zur Behandlung mit einem Spiegel die Wange ab, nah * Zahnreihe mit Defekt an einem Zahn, groß * Zahnarzt erläutert Niko die notwendige Behandlung, halbtotal * Zahnarzt trocknet mit Luftspray die Zahnoberfläche, groß * Zahnarzt tupft ein Oberflächenanästhetikum auf die Stelle, wo eine Spritze gesetzt werden soll, groß * Zahnarzt setzt eine Spritze in der Nähe des kariösen Zahnes an, groß * Zahnarzt legt ein Watteröllchen in die Wange, groß * Zahnarzt "kitzelt" mit einem Rosenbohrer auf Nikos Finger, groß * Zahnarzt bohrt am kariösen Zahn + Absauger + Zahnarzthelferin hält Wange ab, nah * Zahnarzt legt eine Matritze an, nah * Zahnarzt nimmt mit Amalgamspritze Amalgam aus einem Tiegel, nah * Zahnarzt füllt Amalgam mit der Amalgamspritze in die Kavität, nah * Zahnarzt kondensiert Amalgam im Mund, nah * Zahnarzt legt eine Kunststofffüllung im Mund, nah * Zahnarzt härtet Kunststofffüllung unter UV-Licht im Mund aus, nah * Zahnarzt prüft die Höhe der Füllung mit rotem Kontaktpapier, nah * Zahnarzt behandelt Niko, halbtotal * Zahnarzt zeigt Niko mit Daumen, alles ok, Niko lacht, total * Niko bedankt sich mit Handschlag beim Zahnarzt, total
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- Aktionstage
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AKTIONSTAG
IDEE
Kindergärten und Kindertagesstätten könnten am "Tag der Zahngesundheit" oder einem anderen Tag mit den Kindern einen zuckerfreien Tag ansetzen.
Die Eltern werden vorher aufgefordert, ihren Kindern an diesem Tag nur Lebensmittel mitzugeben, in denen kein Zucker ist.
Mit den Kindern wird das mitgebrachte Frühstück in der Einrichtung auf Zuckerbestandteile untersucht.
Die Getränke, die die Einrichtung zur Verfügung stellt, müssen an diesem Tage ebenfalls zuckerfrei hergestellt werden.
Auch die Nachspeise des Mittagessens sollte an diesem Tag aus einem Stück Obst o. ä. bestehen.
ZUCKER
1 Liter Cola — 37 Stück Würfelzucker 100 Gramm Bonbon — 32 Stück Würfelzucker 100 Gramm Gummibären — 25 Stück Würfelzucker 100 Gramm Marmelade — 23 Stück Würfelzucker Kakao (Instant) — 70-80% Zucker Kindertee (Instant) — bis zu 95% Zucker Tomaten-Ketchup — 1 Teelöffel in 2 Esslöffeln
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- Elternabend
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ELTERNABEND
GRUNDSÄTZLICHES
Die Eltern leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Programms. Ohne die aktive Mitarbeit der Eltern — wie der Erzieherinnen — sinkt die Effektivität des Programms erheblich. Auch bei den Eltern müssen Ängste und Vorurteile abgebaut werden.
Im ersten Schritt sollte der Patenzahnarzt einen Termin für einen Elternabend mit der Heimleitung absprechen. Das zahnärztliche Thema sollte nach Möglichkeit nicht allein auf der Tagesordnung stehen. Allgemeine Bekanntmachungen des Heimes oder ähnliche Themen runden das Thema ab. Es bietet sich auch an, einen Elternabend beispielsweise gemeinsam mit einem Kinderarzt durchzuführen.
Der Patenzahnarzt sollte den Ablauf des Elternabends mit der Heimleitung ausführlich besprechen. Zur Einladung der Eltern stellt die LAJH einen Aushang für das Schwarze Brett zur Verfügung.
Auf Wunsch stellt die LAJH außerdem leihweise und kostenlos eine umfangreiche Diaserie mit einem Mustervortrag bereit. Diese Diaserie ist als Einstieg in den Abend eine gute Hilfe. Zur Vorbereitung des Elternabends gehört auch ein Blick in den Versammlungsraum. Falls Dias gezeigt werden sollen, ist die Aufstellung des Projektors und der Leinwand zu klären.
Zur Information der Eltern erhält der Patenzahnarzt auf Wunsch von der LAJH handliche Broschüren. Die Faltblätter behandeln Themen wie Kariesentstehung, Ernährung, Milchzähne und Fluorid.
In einer ruhigen Minute sollte der Patenzahnarzt eine kurze Sammlung von Stichworten für sein Statement zusammenstellen.
Ein Tip: Lieber ein kurzes und prägnantes Statement als ein zu langer Vortrag. Einzelne, besonders interessierende Aspekte lassen sich später in der Diskussion vertiefen.
Mögliche Themen des Statements: Begrüßung, Vorstellung als Patenzahnarzt, Aufgaben des Patenzahnarztes, Ernährung und Zahngesundheit am Beispiel Frühstück und 2. Frühstück, Zahnpflegegewohnheiten etc.
Am Tage vor der Veranstaltung sollte sich der Patenzahnarzt nach der erwarteten Teilnehmerzahl erkundigen.
DURCHFÜHRUNG
Für Eltern ist es in der Regel eine neue Situation, einen Zahnarzt einmal nicht in der Praxis zu erleben. Der Neuigkeitswert des Patenzahnarztes ist entsprechend hoch. Gleichzeitig dürften aber etliche der Eltern themenbedingt ängstlich sein.
Der Patenzahnarzt sollte daher nicht mit den alten Inhalten wie Kariesentstehung und Ernährung einsteigen. Das Wachrufen des schlechten Gewissens bei den Eltern verhindert eine offene und lebendige Diskussion: Die Fronten verhärten eher noch.
Der Patenzahnarzt sollte seine Tätigkeit im Kindergarten aus der Sicht des niedergelassenen Zahnarztes darstellen. So lässt sich das gesamte Prophylaxe-Konzept in das Statement einbringen.
Eine umfassende Einstellungsänderung der Bevölkerung zur Mundhygiene ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die nicht von heute auf morgen erreicht wird — so kann der Patenzahnarzt die Eltern in die Verantwortung für die Erhaltung der Zähne ihrer Kinder und ihrer eigenen Zähne einbinden. Der Zahnarzt einmal nicht als Behandler.
DIE WICHTIGSTE ERNÄHRUNGSREGEL AUS DER SICHT EINES ZAHNARZTES:
Möglichst selten zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten.
Begründung: Die Zucker werden von den Zahnbelägen in Minuten aufgenommen und verarbeitet. Abbauprodukte sind Säuren wie Milch- und Essigsäure. Die Karies entsteht.
Eine abwechslungsreiche gemischte Kost stellt am ehesten die Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Ernährung dar.
Kinder essen in erschreckend hohem Maße Süßigkeiten und Feinmehlprodukte. Der Trend zu Fertiggerichten und einem schnellen Imbiss birgt Risiken. Gehäuft treten bei diesen Ernährungsformen Feinmehlprodukte, übermäßig süße Fertigdesserts und Lebensmittel mit stark reduzierten Anteilen an Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen auf.
"Zahnfreundliche" Lebensmittel bedeuten Arbeit für die Zähne. Breiige Lebensmittel stellen dagegen keine natürliche Beanspruchung für die Zähne dar. "Kauaktive" Produkte wie Möhren, Vollkornbrot oder ungezuckertes Müsli (auch keine Trockenfrüchte) sorgen für die natürliche Belastung der Zähne. Gleichzeitig wird die Bildung von Speichel angeregt. Dies fördert insgesamt auch die Verdauung.
Milch kommt bei Kindern eine besondere Bedeutung zu. Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 % ist zu bevorzugen. Der Energiegehalt von Magermilch-Misch-Produkten ist kaum niedriger als die wertvollere Vollmilch. Zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfes eignet sich besonders Wasser. Limonaden, Fruchtsaftgetränke und Brause enthalten zusätzlichen Zucker, der sich in der Energiebilanz der Ernährung auswirkt. Reine Obstsäfte enthalten zwar rund 10 % Kohlenhydrate, aber auch Vitamine und Spurenelemente.
Muttermilch-Ersatzstoffe schmecken häufig süßer als die natürliche Muttermilch. Auch Fertigkostgerichte für ältere Säuglinge sind übersüßt. Zu kritisieren ist das Normalangebot eines Schulkiosk. Stark gesüßte Milchprodukte, gezuckerte Backwaren sowie Süßigkeiten in Hülle und Fülle sind die Regel.
Zwischenmahlzeiten wie Obst (außer Bananen), rohes Gemüse oder auch Vollkornbrot sind aus zahnärztlicher Sicht sinnvoll. Gesüßte Getränke und Süßigkeiten eignen sich hierfür nicht. Kartoffelchips oder Nüsse sind keine Alternative, da hier der Fett- und Salzgehalt hoch ist. Müsli-Fertigprodukte haben oftmals einen sehr hohen Zuckergehalt.
Zahnschonende Süßigkeiten sind auch nur bedingt eine Alternative zu "normalen" Süßigkeiten, da größere Mengen Störungen des Magen-Darm-Traktes erzeugen können.
"Zuckerersatzstoffe" wie Honig, brauner Zucker, Rohzucker oder Zuckersirup stellen aus zahnärztlicher Sicht keine Alternative zu Zucker da, da sie ebenso gefährlich für die Zähne sind. Zucker sollte wieder als Gewürz eingesetzt werden und nicht zum Übertünchen des natürlichen Geschmacks von Lebensmitteln.
Eine zahngesunde Ernährung ist auch richtig für den Körper. Zahnärzte können und wollen das Naschen von Süßigkeiten nicht verhindern — das gehört zur Lebensqualität eines Kindes und auch der Erwachsenen. Aber die Zahnärzte können auf erkennbare und versteckte Zucker hinweisen und die Zahnschädlichkeit des Zuckers durch ein verbessertes Zahnputzverhalten verringern.
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- Aushänge
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AUSHÄNGE FÜR SCHWARZES BRETT
ZUM AUSHANG AM SCHWARZEN BRETT
Liebe Eltern, gesunde Zähne bis ins hohe Alter sind heute keine Utopie mehr. Die Kinder dieser Einrichtung tun viel für die Erhaltung auch schon der Milchzähne. Wir achten sehr auf gesunde Ernährung, lernen eine altersgerechte Zahnputztechnik und putzen nach den Mahlzeiten gemeinsam die Zähne.
Zusätzlich werden wir regelmäßig von einem niedergelassenen Zahnarzt in der Einrichtung besucht. Zu dem Programm gehört neben der Zahnpflege ein buntes Programm rund um die Zähne.
So werden wir
am:
um:
die Praxis unseres Patenzahnarztes besuchen. Das Spiel mit den zahnärztlichen Geräten hilft, die möglicherweise vorhandene Angst Ihrer Kinder vor einem "richtigen" Zahnarztbesuch abzubauen.
Mit freundlichen Grüßen Die Leitung
ZUM AUSHANG
Liebe Eltern, gesunde Zähne bis ins hohe Alter sind keine Utopie mehr. Allerdings müssen wir dann schon im Alter Ihrer Kinder gemeinsam anfangen, die Zähne systematisch und regelmäßig zu pflegen.
Die Kinder dieser Einrichtung lernen eine altersgerechte Zahnputztechnik. Wir legen darauf großen Wert. Nach den Mahlzeiten putzen wir gemeinsam mit den Kindern die Zähne.
Zusätzlich werden wir regelmäßig von einem niedergelassenen Zahnarzt in der Einrichtung besucht. Zu dem gemeinsam ausgearbeiteten Programm gehört neben der Zahnpflege ein buntes Programm rund um die Zähne. Nach Möglichkeit werden wir auch die Praxis des Zahnarztes mit unseren Kindern besuchen. Das Spiel mit den zahnärztlichen Geräten hilft, die Angst vor einem Zahnarztbesuch abzubauen.
Im Rahmen eines Elternabends stellen wir Ihnen das Programm noch näher vor.
Mit freundlichen Grüßen Die Leitung
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- Ablauf Kitabesuch
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ABLAUF KINDERGARTENBESUCH IN DER ZAHNARZTPRAXIS
GRUNDSÄTZLICHES
Der Besuch von Kindergartengruppen in einer zahnärztlichen Praxis soll dazu dienen, die Kinder mit den Behandlungsräumen, den Instrumenten des Zahnarztes und den Behandlungsvorgängen vertraut zu machen. Der Besuch kann die anerzogene, emotionale Schwellenangst des Kindes vor der Tätigkeit des Zahnarztes abbauen.
Die Kinder sollen in der zahnärztlichen Praxis die Geräusche, die Farben, das Licht, die Menschen und einige typische, dem Kind unverständliche zahnärztliche Untersuchungsinstrumente kennen und verstehen lernen. Der Besuch der Kinder soll Sympathie und Vertrauen wecken. Im Gespräch mit den Kindern sollten die zahnärztliche Behandlung und die Instrumente nicht verniedlicht werden. Eine Spritze macht einen kleinen Piks, ein Bohrer kann auch einmal weh tun. Nur: Der Zahnarztbohrer ist eben nicht das furchterregende Heimwerkergerät, das die Kinder kennen.
VORBEREITUNGEN
Terminabsprache zwischen Kindergarten und Patenzahnarzt am Nachmittag bei Ganztagseinrichtungen am Vormittag bei Kindergärten
PRAXISVORBEREITUNG
In den Behandlungszimmern wegräumen, was nicht gebraucht wird, die Kinder ablenken könnte und die Kinder gefährden oder eventuell durch sie beschädigt werden könnte (Materialien, Sprays, Instrumente, Geräte)
In den Behandlungszimmern bereitlegen: Mundspiegel Mundschutz für das Rollenspiel einen oder zwei kleine Kittel Kleiderschutz, falls Zähne angefärbt werden sollen Zahnbürsten, falls Zahnputzübung vorgesehen ist Färbemittel, Watte
ABLAUF DES BESUCHES
Der konkrete Ablauf richtet sich nach der gegebenen Situation wie Anzahl der Kindergarten-Gruppen, Räumlichkeiten der Praxis, (Anzahl der Sprechzimmer, Größe des Wartezimmers und Flurs), Größe des Praxisteams, vorgesehene Aktivitäten (Mundhygiene, Ernährungsspiel).
Nicht mehr als zwei Kindergarten-Gruppen mit der üblichen Zahl von je ca. 20 Kindern gleichzeitig sollten die Praxis besuchen. Die Betreuung und das Programm während des Besuches lassen sich optimal gestalten, wenn die Kinder in der Praxis, auch beim kleinen Kindergarten, in Gruppen aufgeteilt werden. Der Besuch sollte keinesfalls länger als 45 Minuten dauern, da sonst die Kinder überfordert und unruhig werden.
EMPFANG
Der Zahnarzt begrüßt die Kinder und Erzieherinnen und stellt seine Mitarbeiterinnen vor. Die Kinder werden in Gruppen von maximal 12 Kindern aufgeteilt.
AKTIVITÄTEN SCHWERPUNKTE
Kennen lernen der zahnärztlichen Instrumente und Geräte Einblick in die Tätigkeit des Zahnarztes (Untersuchung, reduzierter Ablauf einer konservierenden Behandlung) Rollenspiel der Kinder
1. STATION: WARTEZIMMER
Kinder und Erzieherinnen werden ins Wartezimmer geführt. Hinsetzen auf Fußboden und Stühlen. Begrüßung in normaler Straßenkleidung, wenn Kittel getragen werden, anschließend vor den Kindern Anziehen der Praxiskleidung.
Kurze Vorstellung des Programms: "... zuerst lese ich euch eine Geschichte vor" alternativ: "... am Anfang wollen wir ein paar Rätsel raten.” "... dann dürft Ihr in der Praxis spielen.”
2. STATION BEHANDLUNGSZIMMER
Die Türen zu den Behandlungsräumen werden geöffnet. Wenn möglich, für effektvollen Eintritt in freundliche, helle Behandlungsräume sorgen. Viel Licht.
AKTIVITÄTEN DER KINDER
“Fahrstuhl fahren” auf dem Behandlungsstuhl, “Mit dem Staubsauger Schmutz und Wasser absaugen”, Wasser aus dem Zahnbecher absaugen lassen, Den wertvollen (Diamant-)Schleifer (nicht Bohrer), mit der Fingerkuppe berühren lassen. “Er kitzelt.” “Wenn Zähne eingeschlafen sind (nach Anästhesie) kitzelt das Schleifen auf den Zähnen genauso.”
ERLÄUTERUNGEN DES ZAHNARZTES
Was macht der Zahnarzt bei seiner Arbeit? “Er schaut mit einem kleinen Spiegel alle Zähnchen an.” “Er tastet ganz vorsichtig die Zähne ab, um zu fühlen, ob sie gesund sind.”
Statt mit den Fingern — zu dick für einen kleinen Kindermund — fasst der Zahnarzt bestimmte Dinge, z. B. Watterollen, mit der Pinzette. Die Watterollen legt er mit ihr in den Mund, um die Zähne "auszupolstern". Der Zahnarzt verteilt Watterollen mit der Pinzette an einige Kinder.
Der Zahnarzt und seine Mitarbeiterin zeigen den Kindern die gängigen Instrumente, z. B. Spiegel, Sonde und Pinzette, ebenso die Geräte wie Luftbläser, Wasserspray, Absauger, Mikromotor. Alles wird auch in Funktion gesetzt, z.B. berührt der Zahnarzt mit dem Bohrer den Fingernagel des einen oder anderen Kindes. Ein kurzer Spraystoß aus der “Wasserpistole” über die Köpfe der Kinder hinweg lockert die Stimmung schnell auf.
Mit Sicherheit ist ein “mutiges” Kind in der Gruppe, das sich auf den Behandlungsstuhl setzt. Nun können zunächst die Funktionen des Zahnarztstuhles gezeigt werden. Um den Kindern einen Einblick in die zahnärztliche Tätigkeit zu ermöglichen, wird nun eine “Behandlung” in ihrem Ablauf demonstriert.
Zahnarzt und Mitarbeiterin reinigen die Hände, der “Patient” bekommt Serviette und Spülbecher. Als "Behandlung" bietet sich nun an, die Frontzähne des Kindes mit Polierkelch und -paste zu reinigen. Auch das “Legen einer Silber-Füllung” kann leicht demonstriert werden, wobei der Diamant bzw. Rosenbohrer durch eine glatte Polierkugel ersetzt und somit keine echte Kavität geschaffen wird. Es wird auf den mit Hilfe von Watterollen trocken gehaltenen Seitenzahn Amalgam aufgebracht, gestopft und, nachdem alle Kinder die kleine "Füllung" gesehen haben, wieder entfernt und ausgespült. Es ist klar, dass der "Patient" nach Behandlungsende extra belohnt wird.
Nach dem geschilderten “Anschauungsunterricht” ist die Zeit gekommen, in der die Kinder selbst aktiv werden. Der "Patient" von eben ist beim nun folgenden Rollenspiel der erste, der den Zahnarzt spielen darf. Er zieht einen kleinen Kittel an, legt den Mundschutz um und fährt seinen “Patienten” in die richtige Position. Mit dem Mundspiegel betrachtet er eingehend die Zähne des anderen Kindes. Dieses darf anschließend Zahnarzt sein usw.
Anfärben der Zähne eines Kindes, das anschließend die Zähne putzt (keine Bloßstellung des Kindes, sondern positive Aspekte anstreben).
Gemeinsame Zahnputzübung je nach Räumlichkeiten. Am Schluss des Besuches versammeln sich die Kinder zum gemeinsamen Abschied.
NACHBEREITUNG
In den folgenden Tagen beschäftigen sich die Kinder und Erzieherinnen mit dem Ablauf des Praxisbesuchs. Aus den Gesprächen ist zu entnehmen, was für die Kinder besonders eindrucksvoll war. Meist wiederholen sie das Rollenspiel Zahnarzt/Patient im Kindergarten, wobei natürlich viel improvisiert wird. Wenn die Kinder ihre Erlebnisse mit dem Zeichenstift umsetzen, zeigen die Bilder aus der Sicht des Kindes die wesentlichen Eindrücke des Besuches in der Zahnarztpraxis.
Zur Nachbereitung wäre es wünschenswert, wenn der Kindergarten einige Instrumente leihweise überlassen bekäme. Einmalartikel wie Mundschutz und Watterollen sollten verschenkt werden.
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- Leitfaden
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LEITFADEN ZUR BETREUUNG EINES KINDERGARTENS
ZIEL
Mit der Betreuung der Kindergärten durch Zahnärztinnen und Zahnärzte als Patenzahnarzt/Patenzahnärztin sollen Erzieherinnen (Kindergärtnerinnen) und Erzieher, Kinder und deren Eltern auf die Wichtigkeit der Zahnpflege im Kindergartenalter hingewiesen werden. Die Kinder sollen lernen, dass es wichtig ist, die Zähne zu putzen, Gesundes zu essen und Vertrauen zum Zahnarzt zu finden. Eltern sollen lernen,
- dass die Milchzähne wichtig sind,
- dass die Zähne regelmäßig geputzt werden müssen,
- dass dabei ihre Kinder von ihnen Hilfe benötigen,
- dass die Ernährung auch für die Zähne eine wichtige Rolle spielt,
- dass im Kindergartenalter die ersten bleibenden Zähne durchbrechen und
- dass die Weichen für gesunde bleibende Zähne bei den Kindern jetzt im
- Kindergartenalter gestellt werden.
Die Erzieherinnen und Erzieher sollen erfahren, dass die Zahnärzte die Zahngesundheit der Kinder fördern wollen, damit sich die Kinder normal entwickeln. Die Zahnärzte sollen die Kinder in ihrer täglichen Umgebung kennen lernen, ihr Wissen in "Kinderzahnheilkunde" anbringen und lernen, dieses Kindern und Erwachsenen weiterzugeben. Zahnarzt und Mitarbeiterinnen können lernen, ein Projekt gemeinsam zu planen und durchzuführen, die Praxis gemeinsam nach außen darzustellen. Die Öffentlichkeit soll erkennen, dass die Zahnärzte nicht nur "reparieren", sondern ihren ärztlichen Auftrag, Krankheiten zu verhindern, sehr ernst nehmen.
DER WEG
Der Weg zur Überzeugung der Zielgruppen sollte mit einfachen Mitteln, mit einer verständlichen Sprache und mit nicht zu großer Erwartungshaltung, aber mit Begeisterung eingeschlagen werden.
DIE PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG
Nach Absprache des Kindergartens mit der LAJH sollten Sie einen Termin für ein persönliches Gespräch mit der Heimleitung verabreden. Der Erfolg der Betreuung der Kindergärten hängt im Wesentlichen davon ab, dass mit den Kindergärten — speziell mit den Erzieherinnen — ein positiver Kontakt geschaffen und aufrechterhalten wird. Erzieherinnen sind mit der Materie "Zähne" nicht vertraut, sie müssen in verständlicher Sprache motivierend wirken. Erzählen Sie von Erfahrungen mit Kindern, die zum ersten Mal in der Praxis mit Schmerzen und sehr behandlungsbedürftigen Zähnen erscheinen. Im Gespräch mit der Kindergartenleitung und nach Möglichkeit mit den Erzieherinnen sollten folgende Punkte geklärt werden: Wie groß ist das Interesse an der Betreuung des Kindergartens durch einen Zahnarzt? Stellen Sie fest, dass die Betreuung ein Angebot von Ihrer Seite ist. Klären Sie Ihre eigenen Betreuungsvorstellungen des Kindergartens mit denen der Erzieherinnen ab. Vereinbaren Sie einen ersten Termin im Kindergarten. Besichtigen Sie auch den Waschraum und die Waschbecken. Fragen Sie nach der Anzahl der Kinder und wie viele Gruppen es im Kindergarten gibt. Bitten Sie die Erzieherinnen als pädagogische Fachleute, mit Ihnen zusammenzuarbeiten.
TERMINWAHL
Ein erster Termin im Kindergarten sollte 3-4 Wochen nach dem Einleitungsgespräch stattfinden. Bedenken Sie Planungsvorhaben der Kindergärten wie Weihnachtszeit, Ferien, Feiertage und Karneval. Ebenso sind Montage und die Stunden, nachdem die Kinder gebracht bzw. kurz bevor sie abgeholt werden, nicht geeignet. Für jede Kindergartengruppe sollte an einem anderen Tag ein Termin für den Besuch verabredet werden. Mehrere Gruppen sollten nach Möglichkeit nicht zusammengefasst werden, es sei denn, die Gruppen sind kleiner als 10 Kinder.
AUSSTATTUNG
Besorgen Sie bei der LAJH die notwendige Anzahl an Zahnputzbeuteln (Bestellschein), falls kein Zahnputzmaterial in der Einrichtung vorhanden ist. Sprechen Sie mit Ihrer Mitarbeiterin den geplanten Termin ausführlich durch. Um einer Verunsicherung vorzubeugen, sollte einheitlich in Hamburg die KAI-Putzmethode gelehrt werden. Denken Sie an eine Vertretung in der Zeit, in der Sie im Kindergarten sind.
DER ERSTE BESUCH
Die Reaktion der Kinder ist oft sehr unterschiedlich, darum kann dies nur als Musterkonzept angesehen werden:
Tragen Sie und Ihre Mitarbeiterin Ihre normale Praxiskleidung. Kommen Sie beispielsweise zum Frühstück, bei dem Sie mit den Kindern problemlos Kontakt aufnehmen können. Lenken Sie das Gespräch beim Frühstück auf Themen wie Zahnarzt, Zahnarztbesuch, Löcher in den Zähnen, Füllungen etc.
Lassen Sie die Kinder von eigenen Erlebnissen erzählen, ohne die Gesprächsleitung aus der Hand zu geben. Nach dem Frühstück gehen Sie mit höchstens 3 Kindern in den Waschraum zum Zähneputzen. Die Erzieherin beschäftigt in der Zwischenzeit die übrigen Kinder. Bei der Demonstration des Zähneputzens sollte ein festes Schema eingehalten werden:
Zuerst spülen die Kinder mit Wasser den Mund. Sie zeigen die KAI-Methode am Modell. Dann verteilen Sie aus den Beuteln die Zahnbürsten. Geben Sie aus einer Tube den Kindern Zahncreme auf die Bürste. Das geht schneller. Danach lassen Sie die Kinder die Zähne putzen. Loben Sie die Kinder: "Du putzt Dir sehr gut die Zähne. Nun will ich Dir noch zeigen, wie Du Dir die Zähne ganz richtig putzt.” Führen Sie gemeinsam mit den Kindern beim Putzen die Bürste im Mund. Dieses Vorgehen ist für die Kinder nachvollziehbarer als die Bewegungen der Demo-Bürste auf dem Modell.
Gehen Sie nicht auf Beläge oder behandlungsbedürftige Befunde ein. Erwarten Sie von der Motorik der Kinder nicht zu viel. Nachdem alle Kinder geputzt haben, leiten Sie ein Abschlussgespräch im Kreis mit viel Lob für die guten Leistungen. Hier können weiterführende Fragen besprochen werden. Dauer max. 10 Minuten.
Ein Gedankenzettel hilft bei der Durchführung. Nach Abstimmung mit der Einrichtung sollten Sie Ihren nächsten Besuch abhängig vom Bedarf ausrichten. Zu weiteren Angeboten von Ihnen könnte der Besuch eines Elternabends gehören sowie die Einladung an die Kinder, Sie in Ihrer Praxis zu besuchen. Für beide Veranstaltungen können Sie bei der LAJH Musterbeispiele anfordern.
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Die LAJH, Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg e.V., ist eine Gemeinschaftsaktion der Hamburger Zahnärzte und Krankenkassen sowie der Freien und Hansestadt Hamburg. |
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Hausanschrift: Möllner Landstraße 31, 22111 Hamburg Postanschrift: Postfach 74 09 25, 22099 Hamburg
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Telefon: (040) 73 34 05-17 Fax: (040) 73 34 05 75
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