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Karies aus der Nuckelflasche wieder im Kommen

Die „Nuckelflaschenkaries" ist in Hamburg immer noch weit verbreitet. Etwa jedes sechste dreijährige Kind in Hamburg hat bereits Defekte an den Zähnen. „Dafür ma-chen wir nach einer Untersuchung, die an Hamburger Kindergärten erhoben wurde, in hohem Maße das Dauernuckeln an Schnullerflaschen verantwortlich“, erklärte Prof. Dr. Ulrich Schiffner (UKE), Wissenschaftlicher Berater der LAJH, Jugendzahnpflege Hamburg. In den Hamburger Kindergärten werden die Kinder wieder vermehrt mit Nuckelflasche von den Eltern abgegeben. „Einige Eltern wissen offenbar nicht, was das ständige Umspülen mit süßen Flüssigkeiten an den Zähnen ihrer Kinder anrichtet“, stellte Schiffner fest.
Die Plastikfläschchen waren schon mal in den 80er Jahren sehr verbreitet. Schon da-mals häuften sich Fälle, in denen Kinder mit weggefaulten Schneidezähnen zu den Leidtragenden gehörten. „Diesen besonders schweren Zahnschäden ist einfach vorzubeugen“ erläutert Schiffner, „wenn die jungen Eltern den Rat annehmen würden, die Nuckelflasche nicht zum Dauergebrauch und keinesfalls als Einschlafhilfe einzusetzen.“ Nach dem ersten Lebensjahr sollte die Saugerflasche ganz abgesetzt werden und die Kinder sollten lernen, aus einem Becher zu trinken. Die Nuckelflasche sollte außerdem nur mit Wasser gefüllt werden. Schiffner abschließend: „Dann sollten Kinder bereits nach dem ersten Geburtstag eine Zahnarztpraxis erleben, damit der Zahnarzt und sein Team den Eltern konkrete Hinweise zur Zahnpflege der Kinder geben können, bevor ein Schaden eingetreten ist.“
 

Die LAJH, Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg e.V., ist eine Gemeinschaftsaktion der Hamburger Zahnärzte und Krankenkassen sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.

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