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Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Hamburg wählte das Modell „Zentrale Teams” und organisierte die Studie zentral. Mit der Durchführung wurde Herr Prof. Dr. Schiffner betraut. Die Untersuchungen wurden von insgesamt vier Untersucher(innen) durchgeführt, wobei mehr als 95 % der Befunde nur von zwei der beteiligten Zahnärztinnen/Zahnärzte erhoben wurden. Die Kalibrierungen erfolgten vor Ort im August 2009.
Die Untersuchungen fanden in den Monaten September und Oktober 2009 statt, Nacherhebungen (an 15-Jährigen) wurden im März 2010 durchgeführt.
Da die Erhebung in Hamburg nicht von hauptamtlichen Jugendzahnärzten durchgeführt wurde, traten hier bei der Erfassung der Schüler besondere Probleme auf. Die Untersuchung fand ausschließlich an Freiwilligen statt. Bei den 6-7- Jährigen lag die Stichprobenausschöpfung zwischen 85 und 90 bei den 12-Jährigen betrug sie ca. 70 % und bei den 15-Jährigen nur ca. 35 %.
Kariesprävalenz und Sanierungsgrad bei den 6–7-Jährigen
Kariesprävalenz: In dieser Altersgruppe wird zwischen dem Kariesbefall der Milchzähne und dem der bleibenden Zähne differenziert. Für die Milchzähne berechneten wir einen mittleren dmf-t von 1,68. Der DMF-T-Wert der bleibenden Zähne betrug 0,07.
94,9 % Erstklässler hatten naturgesunde bleibende Zähne (DMF-T=0). Den größten beobachteten DMF-T-Wert von 3 wiesen 0,4 % der Erstklässler auf (bei einem theoretisch möglichen Maximum von 12). Bei 4,1 % der Kinder wurde der DMF-TWert 1 und bei 0,6 % der Wert 2 beobachtet.
Sanierungsgrad: Bezogen auf Zähne zeigte sich folgende Situation: 47,6 % der an Karies erkrankten Milchzähne waren mit einer intakten Füllung versorgt, 11,9 % durch Extraktion saniert. Somit verblieb ein Rest von 40,5 % kariöser Milchzähne, die nicht saniert waren. Bei den bleibenden Zähnen waren 71,4 % der DMF-T-Zähne gefüllt, 28,6 % waren kariös und nicht mit einer Füllung versorgt.
Bezogen auf Schüler stellten wir fest, dass 53,2 % der untersuchten 6-7-Jährigen naturgesunde Gebisse (Milchzähne und bleibende Zähne ohne Karieserfahrung) aufwiesen, 17,9 % hatten vollständig sanierte Milchzähne und 3,3 % sanierte bleibende Zähne. 27,5 % wiesen behandlungsbedürftige Milchzähne und 1,8 % behandlungsbedürftige bleibende Zähne auf.
Kariesprävalenz und Sanierungsgrad bei den 12-Jährigen
Kariesprävalenz: Der mittlere DMF-T bei den Schülern dieser Altersgruppe betrug 0,69 (Tab. 3.3).
Sanierungsgrad: Bezogen auf Zähne ergab sich für die Gesamtgruppe der 12-Jährigen folgendes Bild: 79,7 % der erkrankten bleibenden Zähne waren mit einer intakten Füllung versorgt, 2,9 % waren durch Extraktion saniert, 17,4 % waren kariös und nicht versorgt.
Bezogen auf Schüler hatten insgesamt 69,9 % der untersuchten 12-Jährigen naturgesunde Gebisse (Milchzähne und bleibende Zähne ohne Karieserfahrung), 21,4 % waren vollständig saniert und 8,7 % behandlungsbedürftig.
Kariesprävalenz und Sanierungsgrad bei den 15-Jährigen
Kariesprävalenz: Der mittlere DMF-T bei den Schülern dieser Altersgruppe betrug 1,67.
Sanierungsgrad: Bezogen auf Zähne ergab sich für die Gesamtgruppe der 15-Jährigen folgendes Bild: 73,6 % der erkrankten bleibenden Zähne waren mit einer intakten Füllung versorgt, 1,8 % waren durch Extraktion saniert, 24,6 % waren kariös und nicht versorgt.
Bezogen auf Schüler hatten insgesamt 48,3 % der untersuchten 15-Jährigen naturgesunde Gebisse (Milchzähne und bleibende Zähne ohne Karieserfahrung), 27,9 % waren vollständig saniert und 23,8 % behandlungsbedürftig.
Vergleich der Prävalenzwerte 1994, 1997, 2000, 2004 und 2009
In Hamburg kam es zwischen 2004 und 2009 zu einer weiteren Verringerung der dmft- und DMF-T-Wert.
Lag der dmf-t-Wert bei den 6-7-Jährigen im Jahr 2004 bei 1,84, so betrug er 2009 1,68. Der Kariesrückgang im Zeitraum von 15 Jahren betrug 37,8 %. Kariesfreie Milchzähne hatten im Jahr 2004 52,2% der Schulanfänger, im Jahr 2009 lag der entsprechende Wert bei 54,6%.
Der DMF-T der 12-Jährigen verringerte sich zwischen 2004 und 2009 um weitere 21,6 %, der Anteil von Jugendlichen mit kariesfreien bleibenden Zähnen erhöhte sich in diesem Zeitraum von 61,4 % auf 69,9 %. Im Zeitraum von 15 Jahren verringerte sich der mittlere DMF-T um 70 % von 2,3 auf 0,69. Dabei stieg der Anteil der Kinder mit kariesfreien bleibenden Zähnen von 37,6 % auf 69,9 %.
Der DMF-T der 15-Jährigen verringerte sich zwischen 2004 und 2009 von 2,08 auf 1,67, also um 19,8 %. Gleichzeitig stieg der Anteil der 15-Jährigen ohne Karieserfahrung an bleibenden Zähnen von 41,2 % auf 48,3 %.
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